Fondation Boisette Stiftungsfonds in Haiti

Fragen und Antworten zum Fondation Boisette Stiftungsfonds


Fragen zum Stiftungsfonds

Wofür setzt sich der Stiftungsfonds ein?

Der Fondation Boisette Stiftungsfonds setzt sich für Mädchen in Haiti ein, um Ihnen eine gute Schulausbildung zu ermöglichen. Mit Bildungspatenschaften übernehmen wir die Schulgebühren für in Not geratene Familien. Mit Spenden beteiligen wir uns am Wiederaufbau und der Ausstattung von Schulen in Haiti.

 

Warum Engagement für Haiti?

Das Engagement in Haiti, dem ärmsten Land der westlichen Hemisphäre, resultiert aus einer persönlichen Verbundenheit des Stifters, Herrn Patrick Thomas. Seine Mutter kam im Alter von 19 Jahren mit einem Stipendium von Haiti nach Deutschland um Klavier in Stuttgart und München zu studieren. Nicht zuletzt aufgrund der Tragödie vom 12. Januar 2010 war es eine Herzensangelegenheit des Stifters seiner zweiten Heimat Haiti etwas zurückzugeben. Abgesehen davon, dass "helfen bereichert" und einem persönlich viel gibt, trifft uns das Elend in der Ferne ganz nüchtern betrachtet früher oder später selbst. Wir können mit für unsere Verhältnisse relativ bescheidenen Mitteln viel bewegen und uns an unserem Engagement legitimerweise auch erfreuen.

 

Wer steckt hinter dem Stiftungsfond?

Stifter ist Dipl.-Inf. Patrick Thomas aus München. Die Verwaltung erfolgt durch die Stiftungszentrum.de Servicegesellschaft mbH.

 

Was macht Haiti aus? Aktuelles, Zahlen, Daten, Fakten?

Haiti ist die erste schwarze Republik der Welt. Die Sklaven in Haiti haben die Kolonialmacht Frankreich besiegt und 1804 ihre Unabhängigkeit erklärt. Als "Afrika in der Karibik" mit rund 9 Millionen Einwohnern ist Haiti leider das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Es grenzt an die Dominikanische Republik und belegt den westlichen Teil der Insel. Die Alphabetisierungsquote ist gering, der Zugang zu Bildung erschwert. Die Haitianer sind ein kreatives und widerstandsfähiges Volk, berühmt für ihre naive Malerei, die Konpa-Musik, Rhum und Kaffee.

 

Ist es wirklich sicher, dass mein Geld auch ankommt?

Der Stifter und die persönliche Verbundenheit zu vertrauenswürdigen Personen und Organisationen im Land sichern eine durchgehend zweckgemäße Verwendung aller Mittel zu.

 

Wie viel meiner Spende wird für die Stiftung und ihre Organisation verwendet?

Für Verwaltung und Werbung werden pauschal 10% der Mittel aufgewendet, 90% kommen unmittelbar Haiti zugute.

 

Wieso heißt die Stiftung Fondation Boisette?

Der Name des Stiftungsfonds ist zu Ehren Madame Lucyane Boisette gewählt, der Großmutter des Stifters, die im Alter von 101 Jahren 2009 in Haiti verstorben ist. Sie hat sich Zeit ihres Lebens für Bildung, Schulen und Kinder in Haiti eingesetzt und zwei der einflussreichsten Persönlichkeiten im Bildungsbereich Haitis großgezogen, die Leiterin der besten Mädchenschule des Landes, Soeur Anne-Marie, sowie die Leiterin des progressivsten privaten Kindergartens, Elyane Turnier, die in Deutschland studiert hat.

Fragen zur Mädchenförderung

Warum werden Mädchenschulen gefördert?

Die meisten Organisationen helfen wo die Not am größten ist und das ist wichtig und gut so. Fondation Boisette will dem Land und seinen Menschen nachhaltig helfen und dazu bedarf es gut ausgebildeten jungen Führungspersönlichkeiten, damit die Haitianer die Geschicke des Landes selbst in die Hände nehmen können. Die Fokussierung auf Mädchen erfolgt um die Mittel möglichst gezielt einzusetzen und weil ein direkter, persönlicher Kontakt zu führenden Mädchenschulen existiert.

 

Was hat Haiti davon, wenn Mädchen gefördert werden?

Haiti gehört zu den korruptesten Ländern der Welt und die selbsternannte Elite in Politik und Wirtschaft wird weitgehend von Männern dominiert. Frauen hingegen sind das Rückrat des Landes, im urbanen privaten Haushalt wie auf dem Lande. Es besteht die Hoffnung, dass gut ausgebildete Mädchen und junge Frauen in Haiti den Strukturen, die die Misere des Landes über Jahrzehnte verursacht haben, positiv und kraftvoll entgegenwirken können. Die Förderung von jungen Männern in Haiti durch andere Organisationen wird selbstverständlich durch den Stiftungsfonds ebenfalls begrüßt.

 

Wer sind die Mädchen, denen Bildungspatenschaften zugute kommen?

Es handelt sich um junge Mädchen, die in einer der 16 Schulen des Verbunds Saint Joseph de Cluny, sind oder zugelassen werden wollen, deren Eltern aber die Schulgebühren nicht mehr oder kaum aufbringen können. Es sind Mädchen aus Familien, deren tragische Situation nach dem Erdbeben vom 12. Januar zu der Abwägung führt, ob sie sich die schulische Ausbildung Ihres Kindes noch leisten können. Einige geben auf und ziehen in ihre Dörfer zurück, die Mädchen sind ihrer akademischen Zukunft und Freunde "beraubt". Der Fondation Boisette Stiftungsfonds hilft mit Bildungspatenschaften, die einen Teil der Schulaufwendungen (Schulgebühren aber kein Essen, keine Fahrtkosten...) abdecken um möglichst viele dieser Schülerinnen in ihren akademischen Bahnen zu halten und ihnen eine bessere Zukunft zu schenken.

 

Wer stellt sicher, dass genau diejenigen die Patenschaft bekommen, die sonst ihren Bildungszugang verlieren?

Die Auswahl der Schülerinnen erfolgt durch die Schulleitung vor Ort in Absprache mit der Buchhaltung der Schulen und den Klassenleiterinnen.

 

Wie werden die Mädchen, die einen Bildungspaten erhalten, ausgewählt?

Die Auswahl erfolgt aufgrund der Bedürftigkeit, dessen Grad aus dem persönlichen Kontakt zwischen Schule und Eltern sowie aus dem sozialen Netz der Elternschaft ermittelt wird, den Buchhaltungsunterlagen der Schule sowie den akademischen Leistungen der Schülerin.

 

Welche Schulen sind das?

Partner sind die 16 Schulen des Verbunds Saint Joseph de Cluny, von denen 8 im Erdbeben des 12. Januar 2010 zerstört wurden. Zwei dieser Schulen, Sainte Rose de Lima und Externat La Providence, sind aufgrund ihrer herausragenden Rolle in Haiti als erste Institutionen für Bildungspatenschaften ausgewählt worden.

 

Wo liegen die Schulen?

Beide haben ihren Sitz in der Hauptstadt, Port-au-Prince. Sainte Rose de Lima in einem Viertel namens Lalue und Externat La Providence in einem Viertel namens Bourdon.

 

Wer ist Träger der Schule?

Träger beider Schulen ist die Kongregation Saint Joseph de Cluny.

 

Welche Werte werden dort vermittelt? Was lernen die Mädchen neben dem Lernstoff?

Die Wertevermittlung über den Lehrstoff hinaus ist in den Partnerschulen von herausragender Bedeutung. Es handelt sich um katholische Mädchenschulen (die auch Protestanten aufnehmen), die eine spirituelle, intellektuelle, moralische, ästhetische, zivile und physische Entwicklung der Schülerinnen fördern und fordern. Zu den außerschulischen Angeboten zählen u.a. Sport (Volleyball, Basketball, Karate, Tischtennis, Badminton, Leichtathletik), Kunst (Zeichnen, Choräle, Theater, Tanz), Musik (Klavier, Geige, Gitarre) sowie zahlreiche weitere Aktivitäten, Wettbewerbe, Konferenzen, Eco-Ausflüge und Handwerkliches. Es gab mit Unterstützung der damaligen deutschen Botschaft bis 2009 auch einen Deutsch-Unterricht.

Fragen zu Bildungspatenschaften

Was bewirke ich mit einer Bildungspatenschaft?

Sie garantieren einem Mädchen die bestmögliche Ausbildung in Haiti und stellen sicher, dass es nicht aufgrund einer Notsituation der Eltern die Schule verlassen muss.

 

Wie viel kostet eine Bildungspatenschaft?

Eine Bildungspatenschaft kostet 40€ bzw. 20€ im Monat (je nach Schule) und ist steuerlich als Spende absetzbar.

 

Für wie lange muss ich mich festlegen?

Es gibt keine Vorgaben. Wünschenswert ist es zumindest für einen Zeitraum von einem Jahr planen zu können.

 

Was passiert, wenn ich mir die Bildungspatenschaft nicht mehr leisten kann oder will, mit dem Mädchen?

Bildungspatenschaften können jederzeit beendet werden. Der Stiftungsfonds und die Schule werden sich gemeinsam bemühen, die vorhandenen Mittel solange einzusetzen bis ein neuer Bildungspate gefunden wird.

 

Bekomme ich eine Spendenquittung?

Ja, Spendenbescheinigungen werden automatisch ausgestellt.

 

Wie viel bekomme ich vom Staat über die Spendenquittung zurück?

Ihre Spende ist steuerlich absetzbar und reduziert Ihr zu versteuerndes Einkommen. Der exakte monetäre Vorteil des Spendenabzugs ist daher individuell verschieden.

 

Wo kann ich miterleben, was mein Geld Gutes tut?

Auf der Website des Stiftungsfonds unter www.fondation-boisette.de wird regelmäßig über den Einsatz der Mittel sowie über Neuigkeiten aus Haiti berichtet. Auf Englisch geschieht dies ebenfalls auf der Facebook-Seite des Stiftungsfonds unter der Adresse www.facebook.com/FondationBoisette, man muss kein Facebook-Mitglied sein um diese Seite zu öffnen.

Weitere Fragen

Ich will kein Geld spenden - aber helfen. Was kann ich tun?

Sprechen Sie mit mir (Patrick Thomas, Email: info@fondation-boisette.de). Sie helfen dem Stiftungsfonds und Haiti ungemein, wenn Sie Öffentlichkeit für unsere Arbeit herstellen. Sprechen Sie mit Freunden und Bekannten in den Medien, damit sie über die Hilfe für Haiti schreiben und den Stiftungsfonds einbeziehen. Kontaktieren Sie Ihnen bekannte Publikation und Anzeigenverantwortliche, damit kleine pro bono-Anzeigen veröffentlicht werden können. Gewinnen Sie Freunde und Bekannte für eine oder mehrere Bildungspatenschaften. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Kinder in Haiti und wecken sie ihre Neugierde auf dieses ferne aber wunderschöne Land.

 

Wohin kann ich spenden bzw. überweisen?

Wie lautet Ihre Kontoverbindung oder IBAN / BIC?

Bitte überweisen Sie Einzelspenden an:

Konto-Nummer: 5027012000

BLZ: 700 205 00

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE77700205005027012000

BIC: BFSWDE33MUE

Inhaber: Fondation Boisette Stiftungsfonds

Wichtiger Hinweis: bitte geben Sie Ihre vollständige Adresse und Email an, damit wir Ihnen eine Spendenbescheinigung und unseren Newsletter schicken können.